Marktkunde • Oregano oder Majoran Was ist eigentlich der Unterschied?
Sie sehen sich ähnlich, duften ähnlich und gehören sogar zur selben Pflanzenfamilie. Trotzdem übernehmen Oregano und Majoran in der Küche ganz unterschiedliche Rollen.
Majoran ist der Sanfte unter den beiden Kräutern. Er schmeckt mild, leicht süßlich und ein wenig blumig. Vor allem in der deutschen Küche ist er ein echter Klassiker: Sein feines Aroma passt hervorragend zu Kartoffelgerichten, Bratwurst und Frikadellen, aber auch zu Eintöpfen, Suppen, Pilzen sowie Kohl- und Bohnengerichten. Nicht umsonst wird Majoran häufig auch „Wurstkraut“ genannt.
Oregano bringt dagegen deutlich mehr Kraft mit. Sein würziges, leicht pfeffriges Aroma erinnert sofort an die mediterrane Küche. Ob auf Pizza, in Tomatensaucen, im griechischen Salat, zu Feta und Schafskäse oder bei Fisch- und Grillgerichten – Oregano sorgt für eine intensive, unverwechselbare Note. Übrigens schmeckt er getrocknet häufig sogar kräftiger als frisch.
Als kleine Eselsbrücke könnt ihr euch merken: Majoran ist mild und herzhaft, Oregano mediterran und würzig. Wenn ihr den Unterschied selbst erschmecken möchtet, probiert beide Kräuter einmal nebeneinander auf einer Tomatenscheibe mit etwas Olivenöl. Ihr werdet überrascht sein, wie verschieden sie schmecken!